Man mag es kaum glauben, aber es waren die spanischen Eroberer, die eigentlich den Wein nach Argentinien brachten. Im 16. Jahrhundert fanden die ersten Versuche in Argentinien statt, spanische Rebsorten anzubauen. Die damaligen Eroberer wussten schon sehr wohl, was gut schmeckt und sehr bekömmlich ist. Sie waren es, die die Wurzeln für den heutigen argentinischen Rotwein legten. Heutige Rebsorten wie Malbec, Cabernet und Sauvignon sowie Nebbiolo und Tempranillo geben dem argentinischen Rotwein seine Bekömmlichkeit und liefern Genuss pur. Die Hauptanbaugebiete für argentinische Rotweine liegen im Westen des Landes. Im südlichen Bereich des Landes spricht man eher von einer weinfreien Zone, da dort die Gegebenheiten nicht passend sind, um einen Weinanbau realisieren zu können.
Argentinien gilt in Fachkreisen als recht beachtliches Weinland. Auf den Kontinent bezogen gilt es als das wohl am meisten Wein produzierende aber auch verbrauchende Land. Mit immerhin ungefähr 270.000 Hektar für den Anbau kann man dies auch wohl fundamental behaupten. Speziell die Stadt Mendoza an den Anden gelegen hat die Hälfte seiner landwirtschaftlich nutzbaren Fläche mit Reben bepflanzt. Damit kommen daher in etwa 70 Prozent allein aus dieser Region. Riesige Kellereien sorgen für einen unstillbaren Nachschub. Dabei dienen neben den neun großen Unternehmen nach örtlichen Angaben insgesamt nicht ganz 40.000 kleinere und mittlere Betriebe für eine Bewirtschaftung und Verarbeitung.
Einen erheblichen Anteil an argentinischen Weinen haben besonders die roten Tafelweine. Die sogenannten Vins ordinaires sind brillant und deren Charakter ist überwiegend als gleichmäßig einzustufen. Mit dem Flair eines argentinischen Rotweins lassen sich nicht nur besondere Stunden verbringen, auch romantische Anlässe lassen sich damit besonders empfinden.







