Vor allem im Süden Australiens wird mittlerweile Weinbau im großen Stil betrieben, und es kommen immer weitere Flächen hinzu, auf denen die Farmer Weinreben kultivieren. Dies ist möglich und notwendig, da sich der australische Wein längst aus seinem Nischen-Dasein befreit hat und weltweit immer stärker nachgefragt wird. Dabei wird sowohl Rot- als auch Weißwein bereits seit dem 18. Jahrhundert angebaut, wobei jedoch ein leichter Schwerpunkt auf Weißwein Sorten liegt. Zu den wichtigsten Weißwein-Rebsorten, die in Australien ausgebaut werden, gehören der Sauvignon Blanc, der Riesling und der Chardonnay.
Außerdem gedeihen die Sorten Viognier, Verdelho, Grauburgunder bzw. Pinot Gris, Muscat d´Alexandrie, Sémillon und Sultana gut auf den vorwiegend sehr trockenen Böden. Australische Weißweine zeichnen sich durch eine große Fruchtfülle und dezente Säure aus. Der aus dem Süden Tasmaniens stammende Chardonnay zum Beispiel verwöhnt den Gaumen mit Melonen- und Pfirsicharomen; bei Chardonnay- Weinen aus anderen australischen Anbaugebieten dominieren hingegen mineralische oder auch holzige Aromen. Damit sind diese Weine am ehesten mit solchen aus den Weinbaugebieten in Kalifornien oder auch Südamerika vergleichbar. Die bedeutendsten Anbaugebiete für weiße Rebsorten in Australien sind Barossa Valley und Riverina, daneben gewinnen aber auch die Regionen Victoria und Hunter Valley immer mehr an Bedeutung. Beim Kauf eines australischen Weißweines ist genau auf das Herkunfts- Etikett zu achten. So handelt es sich bei Weinen, die mit der Etikettierung “South Eastern Australia” versehen sind, häufig um Verschnittweine.
Wirkliche Qualität erhält man hingegen bei Weinen, die sich “outstanding” oder “superior” nennen dürfen. International renommierte australische Weingüter zum Beispiel Peter Lehmann, Penfolds, Sandalford oder Wolf Blass.







