Das Jahr 1659 war die Geburtsstunde des südafrikanischen Weinbaus. In den darauf folgenden Jahren kamen immer mehr Einwanderer aus Frankreich und großflächiger Weinanbau entstand. Noch heute wird der südafrikanische Weinbau überwiegend mit französischen Rebsorten, aber auch mit einigen Eigenzüchtungen betrieben. Der Weißweinanbau beschäftigt sich hauptsächlich mit folgenden Sorten:
Der Chardonnay: er hat eine ganz kurze (Erstanbau im Jahr 1982) aber umso erfolgreichere Geschichte in Südafrika zu verzeichnen, seine Zuwachsraten sind enorm und er eignet sich auch hervorragend für Klima und Bodentypen. Die ausgeprägten Frucht- und Gewürzaromen haben ihn auch international zu einem Modewein werden lassen, der sich bei vorsichtiger Arbeit auch zum Ausbau in Eichenfässern eignet. Tut man dies zu lang, dann überlagert der Holzduft die Fruchtaromen zu stark und der Wein verliert seinen duftigen Charakter.
Chenin Blanc: der aus der Loire-Region stammende Wein wird schon seit mehr als 300 Jahren in Südafrika ausgebaut. Sein trockener, säurebetonter Charakter und der Duft nach unreifen Äpfeln sind charakteristisch. Er liefert hohe Erträge, was allerdings auf Kosten seiner Kraft und seines Ausdrucks geht. Daher wird er in vielen Fällen ertragsreduziert ausgebaut, was sehr arbeitsintensiv ist, aber frische, gehaltvolle, oft auch edelsüße Weine liefert, die als “Steen” bekannt sind und sehr oft auch perfekte Partner für ausgezeichnete Cuvees abgeben.
Riesling: die säurebetonte, spätreife Traube liefert in durchschnittlichen Jahrgängen gute, gehaltvolle Weine für den Alltag, in großen Jahren lagerfähige Tropfen mit ausgeprägtem Honigduft und kräftiger Säure.
Sauvignon Blanc: der würzige, frische Wein liefert abhängig vom Untergrund ganz unterschiedliche Aromen vom unreifen Apfel auf Kalk bis zu fruchtigen, körperreichen Düften auf Sand. Die Winzer in Südafrika machen sich Ihre Vielfalt der Böden zunutze und produzieren eine ganze Reihe weinguttypischer Sauvignons.







